Tunesier in Wien heißen Umsturz willkommen

16.01.2011
Linke und Muslime demonstrierten gemeinsam
Antiimperialistische Koordination (AIK)
Weltweit finden Solidaritätskundgebungen mit dem Volksaufstand in Tunesien, von tunesischen Migranten organisiert werden. Auch in Wien versammelten sich am Samstag, 15. Januar 2011 über hundertfünfzig Tunesier, Araber, Muslime und Linke, um am Stephansplatz auch in Wien Solidarität mit dem mutigen Volksaufstand in Tunesien zu bekunden. Die Kundgebung lief den ganzen Nachmittag und lockte immer wieder neugierige Passanten an.
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Zwischen tunesischen Fahnen gab es Plakate: „Ben Ali – Mörder“, oder „Verbrecher gesucht: Ben Ali“. Doch in der Luft hing weniger Wut und Hass über die Taten dieses Tyrannen, vielmehr Leidenschaft und Freude über den Aufbruch im Maghreb. So kamen auch die Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Milieus, liberale, konservative und linke Teilnehmer waren sich einig, dass es an der Zeit ist ein neues Tunesien zu schaffen. Die Kundgebung mitten im Samstagleben Wiens war auch eine Gelegenheit für Österreicher, sich zu informieren und solidarisch zu zeigen. Obwohl Tunesien ein beliebtes Ziel österreichischer Touristen ist, dürften viele in den Hotelanlagen von der Unterdrückung und Armut in Tunesien sehr wenig mitbekommen haben. Viele haben von dem Diktator das erste Mal gehört, als der schon das Land verlassen hatte, was er über 23 Jahre eisern unterdrückt hatte. Je nachdem, wie sich die Dinge nun entwickeln wird dies zwar die erste, aber lange noch nicht letzte Kundgebung gewesen sein. Und obwohl Tunesien nicht um die Ecke liegt hat es auch für Österreich eine Relevanz, insofern es hier arabische Gemeinschaften gibt und soziale Kämpfe auf der Welt einander befruchten können. Tunesien WienTunesien Wien

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