Osama, Symbol für ein gutes Zusammenleben

04.11.2020
Noch mehr angesichts des Anschlags: die Regierung muss aufhören gegen Muslime zu kampagnisieren
Antiimperialistische Koordination
Osama Khaled Joda, 23 Jahre alt, Wiener aus Palästina, ist gestern während des Anschlags einem angeschossenen Polizisten unter Lebensgefahr zur Hilfe geeilt. Er leistete ihm trotz intensiven Gewehrfeuers erste Hilfe und brachte ihn zum Krankenwagen.
Osama Khaled Joda, Wiener aus Palästina

Wir trauern um alle Opfer und stehen in Solidarität mit ihnen.

Genau in diesem Moment geht es um Solidarität und Zivilcourage, so wie sie Osama gezeigt hat. Stehen wir gemeinsam gegen die Spaltung der Gesellschaft auf. Statt ständig auf die Muslime draufzuhauen, müssen wir auf sie zugehen als integraler Bestandteil der österreichischen Gesellschaft, die wie Osama einen großartigen Beitrag zum Gemeinwesen leisten.

Dabei hat Osama die antimuslimische Keule schon am eigenen Leib verspürt. Er und seine Familie wurden aus Weikendorf im Weinviertel, wo sie sich ein Haus gekauft hatten, richtiggehend vertrieben.

Wir stehen vor einer Richtungsentscheidung: weiter die Muslime schlecht zu machen und Israel bei der Unterdrückung der Palästinenser zu unterstützen (wie es die Regierung tut), oder ihnen die Hand entgegenzustrecken, ihre demokratischen Rechte zu respektieren und der sozialen Spaltung entgegenzuwirken.

Als Reaktion müssen wir jetzt alle laut hinausschreien: die Muslime sind Teil unserer Gesellschaft!

Und: Schluss mit der österreichischen Unterstützung für den israelischen Kolonialismus! Rückkehr zur verfassungsmäßigen Neutralität!