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Ortstafeln in Kärnten – Eine unendliche Geschichte…

2. Januar 2007

Diskussion/Diskusija 23. Jänner 2006, Wien/Dunaj

Diskussion / Diskusija
23. Jänner / Januar 2006
19 Uhr, Mondscheingasse 11, 1070 Wien/Dunaj

Albert F. Reiterer, Politikwissenschaftler und Soziologe
Lojze Wieser, Verleger und Initiator der Kampagne “Pro Kärnten – Za KoroÅ¡ko”
Willi Langthaler, Antiimperialistische Koordination, JÖSB (Jugoslawisch-Österreichische Solidaritätsbewegung)

Die Verhandlungen über die zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten schleppen sich endlos dahin. Das staatsvertraglich verbriefte Recht auf zweisprachige Aufschriften ist seit Jahrzehnten “wild umstrittener” Konfliktherd im Süden Österreichs. Den politischen Eliten gelingt es nach wie vor, das Minderheitenthema für ihren Machterhalt zu missbrauchen. Mit Versprechen, gegen “maßlose Forderungen” der Slowenen vorzugehen, lassen sich in Kärnten Wahlen gewinnen. Die politischen Vertreter der Kärntner Slowenen, in Jugendzeiten Aktivisten und Initiatoren der österreichweiten Solidaritätsbewegung für die Rechte der Kärntner Slowenen, haben neue Wege eingeschlagen. Die einen versuchen bei Konsenskonferenzen mit “Heimatverbänden” und höchstrangigen österreichischen Politikern, einen tragbaren Kompromiss auszuhandeln, die anderen wollen die Rechte auf nationaler und EU-Ebene einklagen. Die Diskussion soll die gegenwärtigen Strategien zur Durchsetzung der Rechte der Kärntner Slowenen einer kritischen Analyse unterziehen.

Pogajanja o dvojezičnih krajevnih napisih na KoroÅ¡kem so brezkončna zgodba. V državni pogodbi zagotovoljene pravice do dvojezičnih napisov so že desetletja sporna točka na avstrijskem jugu. Političnim elitam Å¡e vedno uspe zlorabiti manjÅ¡insko tematiko za ohranjanje oblasti. Z obljubami, da bodo “nezmerne zahteve” Slovencev zavrnili, se da na KoroÅ¡kem zmagati na volitvah. Politični zastopniki koroÅ¡kih Slovencev, v mladosti aktivisti in pobudniki po vsej Avstriji razÅ¡irjenega solidarnostnega gibanja, so ubrali nove poti. Nekateri skuÅ¡ajo pri konferencah o konsenzu z “domovinskimi” organizacijami in najviÅ¡jimi predstavniki avstrijske politike doseči sprejemljiv kompromis, drugi skuÅ¡ajo iztožiti svoje pravice na nacionalni in evropski ravni. V diskusiji hočemo kritično analizirati zdajÅ¡nje strategije za uresničitev pravic koroÅ¡kih Slovencev.

Albert F. Reiterer
1948 in Kärnten geboren, ist Politikwissenschaftler und Soziologe und arbeitet als Lektor an der Universität Wien und Innsbruck. Mitarbeiter an zahlreichen Forschungsprojekten, Autor zahlreicher Studien zur Ethnizitätsforschung und ist Berater von Minderheitenorganisationen.

Lojze Wieser
1954 in Kärnten geboren und engagiert sich seit jeher für die Minderheitenrechte u.a. im KSÅ Å D. Gründer des Wieser Verlages. Vor einem Jahr ruf er die Initiative “Pro Kärnten – Za KoroÅ¡ko” – eine europaweite Unterschriften-Aktion für zweisprachige Ortstafeln – ins Leben.

Willi Langthaler
Ist in der Solidaritäts- und Anti-Kriegsbewegung (Antiimperialistische Koordination) in Wien aktiv. Arbeitet als freier Journalist und ist Obmann der Jugoslawisch-Österreichischen Solidaritätsbewegung (JÖSB) die nach dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien gegründet wurde.

Eine Veranstaltung vom Klub der Slowenischen StudentInnen in Wien(KSÅ Å D).

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