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Auch Bolivien bricht Beziehungen zu Israel ab

15. Januar 2009

Morales: Massaker an Zivilbevölkerung von Gaza. Klage vor Internationalem Gerichtshof angestrebt

Von Maxim Graubner
amerika21.de

La Paz. Die Regierung Boliviens hat am Mittwoch die diplomatischen Beziehungen zu Israel abgebrochen. Die Fortsetzung des israelischen Krieges gegen die Zivilbevölkerung von Gaza habe La Paz zu diesem Schritt veranlasst, meldet die staatliche Nachrichtenagentur ABI und beruft sich dabei auf eine Erklärung von Präsident Evo Morales.

In der vergangenen Woche hatte bereits das verbündete Venezuela als einziges nichtarabisches Land den israelischen Botschafter ausgewiesen. Am Mittwoch Abend kündigte das venezolanische Außenministerium an, wie Bolivien die diplomatischen Beziehungen zu Israel komplett abzubrechen. Israel ignoriere die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates zu Gaza, heißt es in einer Erklärung als Begründung für diesen Schritt.

Morales erklärte, dass er eine Klage gegen Israel vor dem internationalen Strafgerichtshof unterstützen werde. Andere Staaten hätten dies ebenfalls angekündigt, sagte er. Die bisher mehr als tausend Toten durch die israelischen Militäroperationen im Gazastreifen seien nicht hinnehmbar. „Die Kriegsverbrechen der israelischen Regierung gefährden die Stabilität und den Frieden in der Welt,“ sagte Morales. Der Staatschef forderte zudem, dass dem israelischen Präsidenten Shimon Peres sein Friedensnobelpreis aberkannt werden sollte.

Das israelische Militär setzte unterdessen seine Angriffe auf Ziele in Gaza unvermindert fort.

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