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Libanon: Armeeeinsatz gegen syrische Arbeiter

Wiener Syrer befürchten Vertreibungen


11. Oktober 2012

Folgenden Bericht erhielten wir von syrischen AktivistInnen in Beirut und Wien. Sie baten uns die Nachricht zu veröffentlichen und zu verbreiten. „Mit medialem Druck auf die libanesische Regierung könnten wir es verhindern, dass die aus Syrien vertriebenen Syrer nicht auch aus dem Libanon vertrieben werden.“ Die Autoren ziehen es vor anonym zu bleiben.


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Am 7.10.2012 wurden in Beirut mehrere Wohnungen ausländischer Arbeiter von der libanesischen Armee gestürmt (im christlichen Viertel Aschrafieh). Die libanesischen Soldaten (vom Militär-Geheimdienst) haben um die 100 Menschen in denen eigenen Wohnungen eingesperrt und sie stundenlang gefoltert. Die meisten sind syrische Arbeiter und leben seit längerer Zeit in Libanon mit legalen Dokumenten und Arbeitserlaubnis. Unter ihnen befinden sich auch einige Ägypter.

Die Syrer wurden von den Soldaten gefragt, was sie von der jetzigen Situation in Syrien hielten und ob sie die Freie Syrische Armee unterstützten. Die Folter war sehr brutal und viele von den Gefolterten reisten zurück nach Syrien, da sie in Libanon keine medizinische Behandlung bekommen dürfen.

Das Ereignis wurde von den libanesischen Medien vollkommen ignoriert, da die Armee in Libanon ein Heiligtum ist.

Die meisten im Libanon lebenden Syrer (Aktivisten und Flüchtlinge) betrachten das Ereignis als ein Terrorakt mit der Absicht der Vertreibung.

http://www.hrw.org/news/2012/10/10/lebanon-investigate-and-punish-army-attacks-migrants

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