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Mahnwachen für Julian Assange

3. Februar 2021 @ 17:00

Fast ein Jahr ist vergangen seit der Julian-Assange-Veranstaltung im Aktionsradius und seit den ersten Mahnwachen in Wien. Eine Auslieferung von Assange wäre das Ende des investigativen Journalismus, ein Präzendenzfall, ein Exempel.
Die Pressefreiheit steht auf dem Spiel!
Für JULIAN ASSANGE begann am 24. Februar in London der Prozess bezüglich seiner Auslieferung an die USA. Am 4. Jänner 2021 war Gerichtsverhandlung in London. Wir nehmen das zum Anlass, die Aussendung der Initiative candles4assange_vienna an Euch zu übermitteln:
Die Entscheidung der Richterin, Julian aus gesundheitlichen Gründen nicht auszuliefern, war ein schlanker Erfolg. Wenn man bedenkt, daß sie ihn nicht nur ins Belmarsh-Gefängnis („Britian‘s Guantanamo“,) zurückgeschickt hat, um ihn in einer eiskalten Zelle bei Minusgraden mit einer Lungenerkrankung, ohne angemessene Kleidung frieren zu lassen; daß sie ihm eine Kaution nicht gewährt hat; daß er nun abwarten kann, was der britische Staat noch gegen ihn unternehmen kann, um ihn zum Schweigen zu bringen… Sie hat auch die Argumente der USA größtenteils akzeptiert und bestätigt. Dabei hat sie Wikileaks und Julian Assange trotz all ihrer Auszeichnungen kriminalisiert. Damit hat sie auch jede investigative journalistische Aktivität kriminalisiert. Ihre Entscheidung hat den investigativen Journalismus noch stärker gefährdet. Ohne die weltweite Unterstützung wäre die Entscheidung der Richterin bezüglich der Auslieferung möglicherweise eine Andere gewesen. Das Wissen, dass Menschen weltweit gegen seine schreckliche Inhaftierung protestieren, trägt auch dazu bei Julian‘s Stimmung aufrechtzuerhalten.
Deshalb ist es unerlässlich, mit den Mahnwachen Schritt zu halten.
Sollten Sie zur Mahnwache kommen wollen, sich unter den jetzigen Umständen aber frustriert fühlen und nicht dabei sein können, könnten sie auch mitreden indem Sie eine Nachricht vorlesen lassen. Wenn Sie daran teilnehmen möchten, senden Sie bitte Ihre Kommentare an candles4assangevienna@gmail.com
Der UN-Sonderberichterstatter Prof. Nils Melzer hat den Fall Assange untersucht und aufgedeckt; er hat sich mit allen Vorwürfen gegen ihn detailliert auseinander gesetzt, sie entkräftet – und er fordert seine unverzügliche Freilassung: /„Es geht nicht nur darum, Assange zu schützen, sondern auch darum, einen Präzedenzfall zu verhindern, der das Schicksal der westlichen Demokratie besiegeln könnte. Denn wenn es zu einem Verbrechen geworden ist, die Wahrheit zu sagen, während die Mächtigen Straflosigkeit genießen, wird es zu spät sein, den Kurs zu korrigieren. Dann haben wir uns ergeben – unsere Stimme der Zensur und unser Schicksal einer ungezügelten Tyrannei.“ https://www.westendverlag.de/kommentare/praezedenzfall-wikileaks/

Details

Datum:
3. Februar 2021
Zeit:
17:00
Veranstaltung-Tags:
Thema
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